Freizeiten Tabără 2017 – Was bewegt uns?

Auch dieses Jahr wird Ende Juni/Anfang Juli die Ferienfreizeit/das Tabără stattfinden.

Es ist die Zeit im Jahr, auf die jedes Kind hinfiebert.

Meinungsbilder

Wir haben mit einigen Kindern geredet, um uns ein Meinungsbild von ihnen einzuholen und auch sie aus ihrer Sicht erzählen zu lassen. Wir befragten sowohl Kinder, die bereits bei einigen Freizeiten dabei waren, als auch Kinder, für die dieses Jahr das erste Jahr ihrer Teilnahme sein wird.

Wir stellten verschiedene Fragen wie beispielsweise:

„Was bedeutet für dich, Erwartungen zu haben?“, „Was sind positive Erfahrungen?“, „Warum ist es wichtig, die Tabără (Ferienfreizeit) mitzumachen?“, und mehr.

 

Die Kinder, für die dieses Jahr die erste Teilnahme ist, fragten wir, ob und warum sie sich wünschen, mitzufahren. Übereinstimmend sagten alle, dass sie viele Geschichten der anderen Kinder, die schon an den Freizeiten in den Vorjahren teilgenommen hatten, gehört hatten. Durch das, was berichtet und erzählt wurde, entfachte auch bei ihnen der Wunsch, mitzufahren.

 

Darüberhinaus gab es aber auch weitere Überlegungen und Wünsche von einzelnen Kindern.

 

Zum Beispiel möchte Sabina (9 Jahre) mehr Zeit für die Bibelgruppe haben und zum Gespräch, sie möchte in der Gruppe beten und neue Dinge sehen.

Roxana (11 Jahre) wünscht sich, dass wir für einen kleinen Zeitraum wie eine Familie zusammen leben können.

 

Ionut (8 Jahre), möchte brav sein, spielen, essen, beten, Spaß haben und noch mehr lernen als bisher in der Kantine.

 

Auch die anderen Kinder sagten ähnliche Dinge und geben zu verstehen, dass sie sich alles, was wir in einem „kleinen“ Zeitraum hier in der Mission machen, mal in einem größeren Rahmen als ein Zusammenleben wünschen.

 

Die, die bereits dabei waren, haben kurz und mit einfachen Worten geantwortet. Es war schön und alles hat ihnen gefallen.

Empfindungen gehen tief, die Artikulationsfähigkeit ist unzulänglich

Die Befragung zeigt, dass die Kinder durch ihre Erziehung, Bildung und dadurch, wie sie aufgewachsen sind, nicht über das Vokabular verfügen, das ermöglicht, ihre Gedanken und Gefühle in präzise Worte zu fassen und zu artikulieren, was und warum ihnen etwas gefallen hat. Es ist auffallend, dass sie es nicht schaffen, sich differenzierter auszudrücken, außer „gut“ und „schlecht“, „schön“ und „hässlich“, „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“. Sie wissen nicht, wie sie anders hätten antworten können. Die wahrscheinlich einzige Lösung, mehr von ihnen zu erfahren, ist, sich stundenlang alleine mit einem Kind zu beschäftigen, sich mit ihm zu unterhalten.

 

Zu der fehlenden Artikulationsfähigkeit kommt hinzu, dass die Kinder durch Verdrängung dem „Heile-Welt-Syndrom“ erliegen. Sie versuchen, wieder und wieder zu zeigen, dass alles gut und alles normal ist. Doch jedes Kind kommt aus einem Umfeld mit unbestreitbaren starken Problemen.

 

Wenn dann ein temporäres Ausbrechen aus ihrer unheilen Welt in Aussicht gestellt wird, dann sprechen die lächelenden Gesichter für sich, auch wenn über ihre Lippen nicht viele Worte kommen.

Das Schöne und Aufbauende gegenüber dem Schädlichen und Zersetzenden

Wir denken, dass es sehr wichtig ist, dass wir die Kinder aus ihrem gewöhnlichen, tristen und schädlichen Umfeld herausnehmen. Dieses schädliche, zersetzende Umfeld ist gekennzeichnet von Armut, schlechtem Wortschatz und rauem Umgang, von Flüchen, Schlägereien, Drogen, Alkoholismus und sittlich die Kinder gefährdenden Verhaltensweisen.

 

Es ist gut, dass auch ein anderes, ein schönes, aufbauendes Umfeld existiert. Genau in dieses schöne, aufbauende Umfeld wollen wir die Kinder hineinführen, damit sie es besser kennenlernen. Wir hoffen, dass dadurch die Kinder motiviert werden, anders leben zu wollen als bisher. Unser Wunsch ist, dass gerade diese Kinder erkennen, dass Gott sich ein anderes Leben für die Menschen gewünscht hat als das, welches sie bisher kennengelernt haben und leben mussten, ohne zu wissen, dass es etwas Anderes, Besseres gibt.

 

Diese Kinder kommen aus Familien, in denen seit zig Generationen das Leben so gelebt wird. Die Erkenntnis, dass es etwas Schönes und Aufbauendes gibt, dass es möglich ist, sich abzugrenzen und zu unterscheiden von dem Alten, Schlechten und etwas zu tun, um sein Leben zu verändern, um gut zu leben, das ist etwas völlig Neues für die Kinder.

 

Wir in der Mission hoffen, diesen, unseren Kindern, diese Erkenntnis zu bringen. Mit den Möglichkeiten, den Resourcen und der Zeit, die wir haben, können wir nur anstossweise  handeln. Oft erkennen wir, wie limitiert wir sind.

Doch im Tabără leben wir gemeinsam mit den Kindern. Wir schlafen gemeinsam, essen zusammen, beten zusammen, wir haben Bibelstunde, spielen Spiele,... es ist eine Zeit, die wir miteinander verbringen, in der wir zusammen leben wie eine Familie.

Befreiung zur Loslösung

Zu viele Kinder sind von den Familien beeinflusst, mit denen sie leben. Diese sind charakterisiert von Misserfolgen, dem Versagen und Scheitern in den Beziehungen, die sie haben und sehen - die Beziehungen der Eltern, der Geschwister, der Freunde,...

 

Damit den Kindern ermöglicht wird, ein schönes, aufbauendes Leben mit gesunden Beziehungen und später einer eigenen, intakten Familie haben zu können, ist unbedingt eine Intervention, ein Handeln Gottes notwendig.

 

Unbedingt wichtig ist Befreiung zur Loslösung – Befreiung der Kinder, um sich vom schlechten Einfluss in ihren Familien und von allen schlechten Dingen in ihrem Umfeld lösen zu können. Somit kann die unbedingt notwendige Loslösung erfolgen, damit den Kindern ermöglicht wird, einen freien, beruhigten und friedlichen Geist zu bekommen. Ein Geist, in dem Platz für Gott ist, ein Geist, in den Gott seine Ideen setzen kann. Doch um den Geist, die Seele und das Gemüt zu beruhigen, ist es wichtig, dass eine gewisse Distanz zu dem „Zuhause“ geschaffen wird, d.h. eine Loslösung für die Kinder ermöglicht wird.

Viele Kinder erzählen, dass sie es lieben, zu singen, den Bibelstunden zu lauschen, bei uns zu sein und Zeit mit uns zu verbringen. Sobald sie allerdings durch die Tür ihres alten Zuhause gehen, entweicht oder versteckt sich das Gute und Positive, das sie erfahren konnten. Sie fallen zurück in ihr gewohntes Verhaltensmuster, das leider so natürlich ihrem negativen Umfeld angepasst ist.

Unsere Kraft allein ist längst nicht ausreichend, weswegen wir nochmal betonen, dass nur Gott die Kraft hat, die Kinder dort aufzufangen und ihnen dort zu helfen, wo wir es nicht können.

 

Wir glauben, dass Gott durch die Tabără (Freizeiten), die vom Missionswerk Osteuropa gestaltet und durchgeführt werden, positiv wirkt im Leben der Kinder und verändernden Einfluss auf die Zukunft der Kinder nimmt.

Gemeindedienst bei den rumänischen Geschwistern in Dorohoi

Dorohoi ist eine Stadt im äußersten Nordosten Rumäniens, nahe der moldawischen und ukrainischen Grenze, im Norden der Region Moldau gelegen. Sie liegt im Kreis Botoșani am rechten Ufer des Flusses Jijia, etwa 20 km nordwestlich der Kreishauptstadt Botoșani. Die Stadt hatte 2011 etwa 24.300 Einwohner.

 

Dorohoi war in der Vergangenheit ein Umschlagplatz für Holz und landwirtschaftliche Produkte der nördlichen Moldau; Händler aus den benachbarten Ländern kamen zum alljährlichen großen Markt am 12. Juni. Die Siedlung wurde erstmals 1407 oder 1408 in Dokumenten erwähnt.

 

Im Stadtzentrum steht eine alte Kirche, die im 15. Jahrhundert unter Stefan dem Großen errichtet wurde. Westlich von Dorohoi befinden sich die bekannten Moldauklöster, die teilweise zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. (Quelle: Wikipedia)

 

Der heutige Pastor der Baptistengemeinde von Dorohoi, Stefan Moisuc, und Lutz lernten sich in den schweren Jahren unmittelbar nach der rumänischen Revolution gegen Ceauscecu kennen.

 

Pastor Stefan Moisuc

In diesen Jahren hielt Lutz viele Gottesdienste und Evangelisationen in der Umgebung von Dorohoi und dem 25 km entfernt gelegenen Botoşani. Der Hunger nach Gottes Wort war weit verbreitet, Gemeindeaufbau musste und konnte intensiv voran getrieben werden.

 

Lutz erhielt nicht nur Unterstützung von Stefan Moisuc, sondern auch von zwei geschätzten, den Herrn liebenden Brüdern, Costica Serediuc, Ältester in der Brüdergemeinde von Botoşani und von Vasile Niculita, der in der Baptistengemeinde von Botoşani zu Hause war.

Stefan, Costica und Vasile konnten durch ihre Vernetzung mit den verschiedenen Gemeinden und Gläubigen Kontakte mit Chören, Posaunenchören, Jugendchören und Gastpredigern für den Gemeindeaufbau mit einbringen.

Außer des Einsatzes im geistlichen Bereich und im Gemeindeaufbau, leistete das Missionswerk Osteuropa (MWO) auch ganz praktische Unterstützung durch Lieferungen von Hilfspaketen mit Haushaltsgegenständen, Kleidung und Lebensmitteln gerade in der schweren Zeit nach der Revolution.

Es kam eine Zeit des Auseinanderlebens, ja, die Kontakte wurden immer weniger und schliefen ganz ein. Seit über 18 Jahren ist Carmen Olariu unsere Direktorin in Rumänien. Sie beurteilt die neue Entwicklung folgendermaßen: „Ich denke, Gott schenkt Gnade und Versöhnung, auch wenn Jahre dazwischen liegen. Dies ist in der letzten Zeit geschehen.“

 

 

 

An einem Tag im März diesen Jahres erschien ganz unerwartet Petrica Moisuc in der Missionsstation in der Iului Maniu Str. Nr. 5, Botoşani. Petrica Moisuc ist der Bruder von Stefan Moisuc, dem Prediger in der Baptistengemeinde in Dorohoi. In seinen jüngeren Jahren verbrachte Petrica Moisuc einige Zeit in Deutschland. Ihm ging es damals auf vielerlei Weise nicht gut. Lutz und Inge-Maria kümmerten sich seinerzeit recht intensiv um Petrica. Später ging er zurück nach Rumänien und lebt heute in Dorohoi.

Jetzt, im März 2017, kam Petrica mit der Bitte zu Lutz, doch wieder am Leben und an den Gottesdiensten der Gemeinde in Dorohoi teilzunehmen.

 

Der letzte Sonntag im März war ganz besonders wichtig, weil der pensionierte Polizeichef von Botoşani mit seiner Frau und Kindern in den Gottesdienst nach Dorohoi kommen wollte.

 

Lutz predigt in Dorohoi....

Die Mitglieder der Gemeinde hatten lange Zeit intensiv für ihn und seine Familie gebetet und ihn auf vielerlei Art und Weise unterstützt.

 

 

Dafür wollte er sich an diesem Sonntag bei den Mitgliedern der Gemeinde zu bedanken.

 

 

......und Carmen Olariu übersetzt

Der Gemeinde und Pastor Stefan Moisuc war es wichtig, dass auch Lutz an diesem Dankesgottesdienst teilnehmen und die Predigt halten sollte. Gern nahm Lutz diese Einladung an.

 

Die Wiedervereinigung im Herrn brachte allen viel Freude. Sie führte dazu, dass jetzt die Beziehung wieder aktiv ist.

 

 

 

Es ist schon bemerkenswert, wie der Herr wirken kann, wenn wir in gegenseitiger Vergebung, Versöhnung und in Demut einander dienen.  Anfang Mai kam es zu einem ungeplanten, aber positiven Treffen zwischen einem der führenden orthodoxen Priester in Botoşani, Lutz und dem Baptistenprediger Stefan Moisuc.

Die Bedeutung eines solchen Treffens muss auf dem Hintergrund der starren und sich abgrenzenden Beziehungen vieler Kirchen zu- und untereinander verstanden werden. Freikirchen und die orthodoxe Kirche in Rumänien sind sich leider nicht oft wohl gesonnen. Dieses ungeplante Treffen bei Lutz in der Iuliu Maniu Str. 5, Botoşani, fand in überaus freundlicher und offener Atmosphäre statt. Beim Treffen dieser drei Christen kam in den Mittelpunkt, was eigentlich immer unser Mittelpunkt sein soll, nämlich Jesus Christus. Alle Teilnehmer an diesem informellen Treffen waren sich am Ende einig, dass der Austausch schön und wichtig war, interessante Ideen wurden ausgetauscht, Vorurteile und Resentiments vielleicht ein wenig abgebaut.

Man verblieb so, dass man sich in absehbarer Zeit wieder in der gleichen Runde treffen wird, um den Glaubensdialog weiter zu führen. Einheit der Gläubigen in der Liebe Christi zu finden ist ein zentrales Element für die wichtige Arbeit in Rumänien.

 

Am Samstag, 4. März 2017, fand im Congress-Centrum Ost, Kölnmesse, die 40. Missionale statt. Die Missionale dient der Ermutigung zu missionarischer Gemeindearbeit und will zu einem lebendigen Christsein und ausstrahlenden Gemeindeleben ermutigen.

„Frisch renoviert“ hieß das Thema in diesem Jahr. Das Treffen stand im besonderen Zeichen des 500. Reformationsjubiläums.

Als Aussteller auf der Missionale boten sich dem Missionswerk Osteuropa, „Er bleibt treu“ gute Möglichkeiten, ins Gespräch mit engagierten Christen zu kommen. Unser Anliegen ist, die Botschaft der Liebe Jesu vor Ort den Armen und Bedürftigen in Osteuropa zu bringen. Dies schliesst in zunehmendem Masse die Not der zurückgeführten Flüchtlinge aus dem Balkan mit ein.

Wir durften informieren und aufklären.

 

Die Not in Rumänien und im Balkan besteht unvermindert weiter. Wem die Not der Menschen in diesen Regionen am Herzen liegt, ist herzlich eingeladen, mit uns in Verbindung zu treten, um zu helfen und zu unterstützen.

Die Zeiten verschlechtern sich !

Im Oktober 2016 konnten die Moldauer zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten ihren Präsidenten wieder direkt wählen; seit 1996 war er vom Parlament bestimmt worden. Der prorussische Kandidat Igor Dodon wurde gewählt.

Inzwischen trat er sein Amt an. Im Zeichen der Zeit, im Zeichen einer sich rapide polarisierenden Welt in der die Abgrenzung u.a. zwischen Ost und West wieder schärfer geworden ist, traten am 1. Januar 2017 neue Grenzüberschreitungsprotokolle in Kraft. Igor Dodon sieht Moldawien in den russischen Einflussbereich eingebunden, somit wird die Abgrenzung nach Westen, zu dem Rumänien gehört, praktisch und konsequent vorangetrieben.

Lutz und sein Team erreichten am 18. Januar 2017 planmässig den Grenzübergang zwischen Rumänien und Moldawien. Im Tau hatten sie den grossen Anhänger voll gepackt mit Weihnachtsgeschenken und warmer Winterkleidung, hauptsächlich für auf dem Land lebende arme Kinder in Modawien.

Die rumänischen Grenzbeamten waren höflich und zuvorkommend. Jedoch bei der Kontrolle durch die moldawischen Zollbeamten wurde unserem MWO Team mitgeteilt, dass aus ‚Hygienegründen‘  für Hilfsgütertransporte gesonderte Papiere vom Gesundheitsministerium erstellt werden müssen. Ohne diese Papiere kann kein Hilfsgütertransport über die Grenze nach Moldawien hereingelassen werden. Nur Privatreisen sind möglich.

Enttäuscht und frustriert kehrten Lutz und sein Team nach Botoşani zurück. Um wenigstens einigen Wenigen in Moldawien sofort zu helfen, wurde umgepackt, und ein jetzt kleinerer Teil der Hilfsgüter in Koffer gepackt und im Fahrzeug verstaut. An den folgenden zwei Tagen überquerten Lutz  und sein Team morgens die Grenze nach Moldawien, lieferten bei den Bedürftigen Hilfsgüter ab und kehrten abends nach Rumänien zurück, um am nächsten Morgen wieder über die Grenze zu  fahren und die nächste Gruppe Hilfsbedürftiger zu erreichen.

Viele dringend benötige Hilfsgüter blieben natürlich zurück in der Missionstation in der Iuliu Maniu Str. Nr. 5 in Botoşani. Diese werden jetzt umgepackt. Der rumänische Bruder, der regelmässig die Gemeinden der Hilfsbedürftigen  betreut, wird in den kommenden Tagen und Wochen in Intervallen als Privatperson mit Gepäck nach Moldawien einreisen. So wird die Hilfe leider in kleinen Schritten gebracht werden, aber sie wird ankommen!

Gebetsunterstützung für diesen Teil der Welt ist dringend nötig. Am 6. Januar 2017 veröffentlichte ‚Die Zeit online‘ einen Artikel von Alex Cozer einem Journalisten aus Chișinău, der Hauptstadt Moldawiens. U.a. schreibt Cozer [Zitat] Die Republik Moldau ist zu Beginn des Jahres 2017 ein armes und korruptes Land. Die Jungen haben in den vergangenen sieben Jahren vermeintlich proeuropäische Politiker unterstützt. Sie wandern aus, weil sie sich von ihnen verraten fühlen. Es bleiben die Alten, die am Elend und an der Armut verzweifeln. [Zitat Ende]. Dies sind klare Worte über dramatische Zustände.


MWO’s Auftrag, den in Not Leidenden zu helfen, geht unvermindert weiter.

„Er bleibt treu“

                 Winter  2017                                       Große und unmittelbare Not

Mitte Januar verschickten wir per Post einen dringenden Hilferuf zur Linderung der akuten Not abgelehnter und zurückgewiesener Flüchtlinge aus Serbien, die in menschenunwürdigen Umständen unter dem starken und gnadenlosen Wintereinbruch leiden. Hier ist der Brief, der auf die große und unmittelbare Not der zurückgeführten Flüchtlinge eingeht:

Notruf  Winterhilfe

Liebe Missionsfreunde,

 

aus dringendem Anlass schreibe ich Euch diese Zeilen.

 

Vor einiger Zeit lag unserem Missionsbrief der Flyer „Daheim“ bei: „Wir wollen nicht nach Deutschland auswandern“. Seit vielen Jahren helfen wir mit Eurer Hilfe den hilfsbedürftigen Kindern und ihren armen Familien, hauptsächlich in Rumänien.Dazu gekommen sind Familien aus Moldawien und resultierend aus dem Flüchtlingsstrom, der auch bis nach Wermelskirchen kam, Kinder und Familien aus dem ehemaligen Jugoslawien. Diese armen Menschen mussten wieder zurück in die lebensbedrohliche Armut und Arbeitslosigkeit ihres Herkunftslandes.

Januar 2017: Bretterverschlag auf der Müllkippe von Belgrad – Heim der Kinder Boban, Svetlana, Manuel, Dejan, Sasha, Mirko, Srecko und ihrer Eltern

Januar 2017: Das Leben der aus Deutschland zurückgeführten Kinder Boban, Svetlana, Manuel, Dejan, Sasha, Mirko, Srecko  und Oma Svetlana im Bretterverschlag auf der Müllkippe von Belgrad

Mit Schrott sammeln und Hilfsarbeiten halten sie sich notdürftig am Leben. Von dort kommen aber auch die Hilferufe. Kinder, wie Boban,  Dejan, Sascha, Mirko leben in Bretterverschlägen auf der Müllkippe oder unter den Brücken von Belgrad. Ohne Strom. Ohne Wasser und ohne Heizung. Und das bei Schnee, Eis und Kälte von bis über minus 30 Grad.

Für die schwer kranke Oma Svetlana, die auch mit zwei Töchtern in einer Baracke hungernd und frierend lebte, hat MWO eine feste Einraum-Wohnung mit kleinem Bad und Küche besorgen können. Die monatliche Miete wird zunächst von MWO bezahlt.

Jedes Wochenende kommen die Enkelkinder aus drei Familien, um sich bei Oma aufzuwärmen und ein warmes Bad zu nehmen. Die kranke Oma Svetlana wäscht dann für alle die Wäsche, denn auf dem Schrottplatz, wo die Kinder in der Kälte in der Baracke wohnen, ist das nicht möglich.

Darüberhinaus konnte MWO durch Eure Spenden zum Schulbeginn den Kindern Schulbücher bezahlen, so dass sie in die Schule gehen dürfen. Habt vielen Dank!

Gerade in dieser bitterkalten Zeit fallen fast unbezahlbare Heizkosten an. Bitte helft uns, dass wir auch den Kindern eine wetterfeste Wohnung bezahlen und anderen Familien Geld zum Kauf für Heizmaterial geben können.

 

Wir setzen unser Vertrauen auf unseren großen und barmherzigen Gott, der ein Herz für die Kranken, Schwachen und Armen hat. Seine Liebe hat ER uns in Jesus Christus bewiesen. In handelnder Liebe zum Nächsten wollen wir seinem Beispiel folgen.

 

Gott segne Euch

Eure

Grußwort zum Jahreswechsel 2016/2017

Geschenke für Dutzende von Kindern aus Deutschland                              

Daruri din Germania pentru zeci de copii

Übersetzung des Zeitungsartikels des Monitorul de Botoşani, vom Montag, 19. Dezember 2016

Geschenke aus Deutschland für Dutzende von Kindern

Das Missionswerk Osteuropa "Er bleibt treu" setzte die Serie ihrer Wohltätigkeitsarbeit mit einer neuen Weihnachtsfeier fort.

V. Constantiniu

vconstantiniu@monitorulbt.ro

Über 200 Kinder und Erwachsene nahmen am Samstag (19. Dezember 2016) an der traditionellen Weihnachtsfeier des Missionswerk Osteuropa "Er bleibt treu" teil. Die Feier wurde angeführt von Lutz Noack, der für seine Arbeit, insbesondere auf der sozialen Ebene, im Jahr 2013 den Titel Ehrenbürger der Stadt Botoşani erhalten hatte.

Kinder und Jugendliche, die in diesem Jahr von der (MWO) Missionskantine betreut wurden und Unterstützung durch das (MWO) Programm "Schule nach der Schule" erhielten, hatten ein besonderes künstlerisches Programm vorbereitet. Die Sozialpädagogin des Missionswerks, Eliza Bîşcă, präsentierte mit den Kindern Lieder, Gedichte, Weihnachtslieder und zwei Theaterstücke. Kinder, die im ersten Theaterstück spielten, wollten vermitteln, dass Weihnachten ein wahres, heiliges Fest mit Geschenken ist, es aber auf die Geburt von Jesus Christus ankommt. Das zweite Theaterstück führte die Aufmerksamkeit der Anwesenden dahin, dass zu dem Kind Jesus nicht nur die Hirten und Weisen kamen, sondern auch ein kleines Mädchen, obwohl es arm war, sie ihm ihr Herz und ihre Liebe als Gabe brachte.

Lutz Noack, unterstützt von Carmen Olariu, Direktorin des (rumänischen) Missionswerks, vermittelte

 

den Anwesenden, dass das Missionswerk schon seit 25 Jahren in Botoşani tätig ist.

 

"Unsere Bemühungen sind nicht genug, wenn auch die Eltern nicht selbst dazu beitragen, dass ihre Kinder erzogen werden. Deshalb bin ich froh über die Eltern, die heute hier anwesend sind. Wir wollen, dass den Kindern der richtige Weg ins Leben gezeigt wird ", sagte Lutz Noack. Er bedankte sich dann bei denjenigen, die das Missionswerk über die Jahre hinweg unterstützt haben. Ein besonderer Dank wurde im Jahr 2016 im Rahmen der (Missionsinitiative) "Bestimmen Sie ein Ziel im Leben" an die Unternehmen Holzindustrie Schweighofer, die 23 Tonnen Briketts bereitgestellt und an die Firma Alfa Prod Catamarasti Deal für gespendete Eier ausgesprochen.

Auch drei junge Deutsche nahmen an der Weihnachtsfeier teil. Alyssa von Mejewski und Rachel Elisabeth Deppermann arbeiten als Freiwillige seit September 2016 beim Missionswerkosteuropa (in Rumänien). Rebekka Herrmann diente als Freiwillige (beim Missionswerkosteuropa in Rumänien) von Januar 2014 bis August 2014 und ist heute eine Studentin in Cluj.

Am Ende der Veranstaltung, erhielten die Kinder und Jugendlichen Weihnachtsgeschenke, die durch wohlwollende Spender in Deutschland ermöglicht wurden.

 

Elisa berichtet von ihrer Kinder- und Jugendarbeit

Täglich kommen zwischen 50 und 80 Kinder und Jugendliche im Alter von 6-20 Jahren in die Mission in der Iuliu Maniu Str. No. 5 in Botoşani. In den Wochen vor den Sommerfreizeiten (Tabere) und in der Vorweihnachtszeit steigt die Zahl der Kinder auf zwischen 80 und 90 an.

Als ich vor 4 Jahren angefangen habe, hier in der Mission zu arbeiten, kamen die Kinder zum Essen uns sind direkt........ (um den ausführlichen Bericht zu lesen, bitte hier klicken)

 

Internationaler Kindertag  2016 - Kinder werden auf der Missionsstation bei MWO in Botoşani, Rumänien gefeiert

Der diesjährige Internationale Kindertag wurde unter das Zitat des französischen Schriftstellers Victor Hugo gestellt:

Bericht von Juliana Paul – Internationaler Kindertag 2016 bei MWO in Botoşani, Rumänien

In der Mission hatten wir einen so schönen internationalen Kindertag.

 

Gestern [31. Mai 2016] hatten wir ein Team aus ein paar Mädchen und Marian [einer der etwas älteren Jugendlichen, der regelmässig seit Jahren zur Mission kommt] zusammengestellt, um die Kantine schon mal zu dekorieren und alle (so richtig) in Partylaune zu versetzten.

 

Heute [1. Juni 2016] bekamen wir gleich große strahlende Kinderaugen zu sehen, als jeder, sowohl klein als auch groß, die schöne Dekoration gesehen hat.

 

Mit dem 3-Gänge Menü ( Suppe, Krautwickel mit Polenta und als Dessert Kuchen) hatten wir bis 15 Uhr alle viel zu tun.

 

Dann, aber, konnte die Party los gehen. Elisa sprach am Anfang davon, was der 1.06 denn für ein Tag ist und was der für uns alle bedeutet [s. *1) Anmerkungen zum Tag 1.06].

 

Nach einer weiteren kleinen Stärkung mit Saft und Kuchen, trugen einige Kinder selbst geschriebene Gedichte vor, die wir mit einer Medallie belohnt haben.

 

Danach haben wir zusammen ein Herz aus unseren Händen gebildet um unsere Gemeinsamkeit und Verbundenheit zu symbolisieren.

 

Gleich darauf ging die erste Spielerunde los, mit Reise nach Jerusalem, bei dem die Jugendlichen schnell die Oberhand erlangt hatten, sodass wir noch eine weitere Runde nur für die Kleinen durchziehen mussten.

 

Ein weiteres Spiel stand kurz darauf auf dem Programmpunkt, nämlich das mit der Decke ( ich habe leider keinen Namen für das Spiel  ), aber

der Sinn ist dabei, dass wenn die Decke fällt, müssen die zwei Kinder, die sich gegenüberstehen, so schnell wie möglich den Namen des anderen sagen. Der Verlierer muss dann das Team wechseln.

 

Danach gab es Geschenke. Meine selbst gebastelte Box hatte viele Plüschtiere. Jeder durfte mit verbudenen Augen zwei Mal reingreifen und sich überraschen lassen.

 

Kurz vor dem Ende gab es dann noch einen Konfetti-Regen (das Konfetti haben wir auch selbst gemacht). Wir zählten bis drei und warfen alle gleichzeitig das Konfetti hoch, so dass wir am Ende zwar alle voll mit Konfetti waren und einen riesen Saustall fabriziert hatten, aber es wurde so viel gelacht wie noch nie.

 

Mit dem  unbeschwerten Lachen hieß es dann auch schon für fast alle Abschiednehmen. Drei Mädchen blieben noch zurück und halfen uns ein bisschen, wieder Ordnung in das Chaos zu bringen.

 

Ich denke nun können Sie einfach die Bilder sich anschauen und dazu meine Worte im Ohr haben und vielleicht sehen Sie sich dann selbst, mit uns an diesem Tag feiern und lachen. Liebe Grüße und gute Nacht, Juliane.

 

 

(Juliana ist Volontärin aus Deutschland. Sie arbeitet für 1 Jahr bei MWO in Botoşani als Freiwillige mit. Juliana kommt über Volonta, die Freiwilligen Organisation des Roten Kreuzes zu uns).

*1) Anmerkungen zum Tag 1.06

Der Kindertag, auch Weltkindertag, internationaler Kindertag oder internationaler Tag des Kindes ist ein in über 145 Staaten der Welt begangener Tag, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und speziell auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen. Die Art seiner Ausrichtung reicht von einem Gedenk- bzw. Ehrentag für Kinder über einen Quasi-Feiertag mit Festen und Geschenken bis zu politischen Pressemitteilungen, Aktionen und Demonstrationen in der Tradition eines Kampftages. Ziele des Tages sind Themen wie Kinderschutz, Kinderpolitik und vor allem die Kinderrechte in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Es gibt kein international einheitliches Datum, was historisch begründet ist.In über 40 Staaten wie in China, in den USA (teilweise), vielen mittel- und osteuropäischen Ländern sowie Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird am 1. Juni der internationale Kindertag begangen. In vielen anderen Ländern sind es gänzlich andere und sehr verschiedene Daten. In Deutschland und Österreich wird am 20. September der Weltkindertag ausgerichtet, aber auch der 1. Juni als internationaler Kindertag gefeiert.

Die Vereinten Nationen selbst begehen den Weltkindertag am 20. November als Internationaler Tag der Kinderrechte, dem Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete; auch diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.
[Quelle: Wikipedia]

Voranzeige MWO Sommerfreizeiten 2016

Nachgedacht: Warum wir es tun

Ob in Rumänien, Serbien, Kosovo oder Mazedonien, Menschen leben in menschenunwürdigen Umständen.

Der hier eingefügte Beitrag zeigt die Lebensumstände, in die u.a. Flüchtlinge aus Deutschland in ihr Heimatland Serbien zurückgeführt wurden.

MWO’s Aufgabe ist es, zu helfen, wo die Not am grössten ist und dazu beizutragen, dass Menschen Daheim bleiben und nicht wieder zu Flüchtlingen werden.

Dazu brauchen wir materielle, finanzielle und Gebets-Unterstützung.

Sonderaufruf Lebensmittelhilfe für Moldawien

Forthausen, 10. Februar 2016

Die Spannungen in der Ost-Ukraine und Moldawien schwelen weiter, auch zu Beginn des Jahres 2016. In der allgemeinen Presse werden sie zwar von der Berichterstattung der anderen Konfliktherde überschattet. Das heißt aber nicht, dass die Gefahren und damit verbundenen Notlagen der in der Ukraine und in Moldawien lebenden Menschen nicht mehr für sie eine tägliche Realität ist.

Wie im Dezember 2015 angekündigt reiste Lutz mit dem Wagen und einem großen Anhänger voll mit Hilfsgütern und Weihnachtsgeschenkpaketen Anfang Januar 2016, zur Zeit des russisch orthodoxen Weihnachtsfestes, nach Moldawien.

Ein ausführlicher Bericht über seinen Einsatz in Moldawien wird in Kürze folgen.......

Kinder im Ghetto von Botosani 2014

Zusammensetzung eines Familienpaketes

Familenpaket Zusammensetzung - klick hier
Anzahl der Kinder nach Altersgruppen - Vergrößerung: Klick hier

 

 

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