Gemeindedienst

Gemeindedienst bei den rumänischen Geschwistern in Dorohoi

Dorohoi ist eine Stadt im äußersten Nordosten Rumäniens, nahe der moldawischen und ukrainischen Grenze, im Norden der Region Moldau gelegen. Sie liegt im Kreis Botoșani am rechten Ufer des Flusses Jijia, etwa 20 km nordwestlich der Kreishauptstadt Botoșani. Die Stadt hatte 2011 etwa 24.300 Einwohner.

Dorohoi war in der Vergangenheit ein Umschlagplatz für Holz und landwirtschaftliche Produkte der nördlichen Moldau; Händler aus den benachbarten Ländern kamen zum alljährlichen großen Markt am 12. Juni. Die Siedlung wurde erstmals 1407 oder 1408 in Dokumenten erwähnt.

Im Stadtzentrum steht eine alte Kirche, die im 15. Jahrhundert unter Stefan dem Großen errichtet wurde. Westlich von Dorohoi befinden sich die bekannten Moldauklöster, die teilweise zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. (Quelle: Wikipedia)

Der heutige Pastor der Baptistengemeinde von Dorohoi, Stefan Moisuc, und Lutzlernten sich in den schweren Jahren unmittelbar nach der rumänischen Revolution gegen Ceauscecu kennen.


 

Pastor Stefan Moisuc

In diesen Jahren hielt Lutz viele Gottesdienste und Evangelisationen in der Umgebung von Dorohoi und dem 25 km entfernt gelegenen Botoşani. Der Hunger nach Gottes Wort war weit verbreitet, Gemeindeaufbau musste und konnte intensiv voran getrieben werden.

Lutz erhielt nicht nur Unterstützung von Stefan Moisuc, sondern auch von zwei geschätzten, den Herrn liebenden Brüdern, Costica Serediuc, Ältester in der Brüdergemeinde von Botoşani und von Vasile Niculita, der in der Baptistengemeinde von Botoşani zu Hause war.

StefanCostica undVasile konnten durch ihre Vernetzung mit den verschiedenen Gemeinden und Gläubigen Kontakte mit Chören, Posaunenchören, Jugendchören und Gastpredigern für den Gemeindeaufbau mit einbringen.

Außer des Einsatzes im geistlichen Bereich und im Gemeindeaufbau, leistete das Missionswerk Osteuropa (MWO) auch ganz praktische Unterstützung durch Lieferungen von Hilfspaketen mit Haushaltsgegenständen, Kleidung und Lebensmitteln gerade in der schweren Zeit nach der Revolution.

Es kam eine Zeit des Auseinanderlebens, ja, die Kontakte wurden immer weniger und schliefen ganz ein. Seit über 18 Jahren ist Carmen Olariu unsere Direktorin in Rumänien. Sie beurteilt die neue Entwicklung folgendermaßen: „Ich denke, Gott schenkt Gnade und Versöhnung, auch wenn Jahre dazwischen liegen. Dies ist in der letzten Zeit geschehen.“

An einem Tag im März diesen Jahres erschien ganz unerwartet Petrica Moisuc in der Missionsstation in der Iului Maniu Str. Nr. 5, Botoşani. Petrica Moisuc ist der Bruder von Stefan Moisuc, dem Prediger in der Baptistengemeinde in Dorohoi. In seinen jüngeren Jahren verbrachte Petrica Moisuc einige Zeit in Deutschland. Ihm ging es damals auf vielerlei Weise nicht gut. Lutz undInge-Maria kümmerten sich seinerzeit recht intensiv umPetrica. Später ging er zurück nach Rumänien und lebt heute in Dorohoi.

Jetzt, im März 2017, kam Petricamit der Bitte zu Lutz, doch wieder am Leben und an den Gottesdiensten der Gemeinde in Dorohoi teilzunehmen.

Der letzte Sonntag im März war ganz besonders wichtig, weil der pensionierte Polizeichef von Botoşani mit seiner Frau und Kindern in den Gottesdienst nach Dorohoi kommen wollte.


 

Lutz predigt in Dorohoi....

Die Mitglieder der Gemeinde hatten lange Zeit intensiv für ihn und seine Familie gebetet und ihn auf vielerlei Art und Weise unterstützt.

Dafür wollte er sich an diesem Sonntag bei den Mitgliedern der Gemeinde bedanken.


 

......und Carmen Olariu übersetzt

Der Gemeinde und Pastor Stefan Moisuc war es wichtig, dass auch Lutz an diesem Dankesgottesdienst teilnehmen und die Predigt halten sollte. Gern nahm Lutz diese Einladung an.

Die Wiedervereinigung im Herrn brachte allen viel Freude. Sie führte dazu, dass jetzt die Beziehung wieder aktiv ist.

Es ist schon bemerkenswert, wie der Herr wirken kann, wenn wir in gegenseitiger Vergebung, Versöhnung und in Demut einander dienen. Anfang Mai kam es zu einem ungeplanten, aber positiven Treffen zwischen einem der führenden orthodoxen Priesterin Botoşani, Lutz und dem BaptistenpredigerStefan Moisuc.

Die Bedeutung eines solchen Treffens muss auf dem Hintergrund der starren und sich abgrenzenden Beziehungen vieler Kirchen zu- und untereinander verstanden werden. Freikirchen und die orthodoxe Kirche in Rumänien sind sich leider nicht oft wohl gesonnen. Dieses ungeplante Treffen bei Lutz in der Iuliu Maniu Str. 5, Botoşani, fand in überaus freundlicher und offener Atmosphäre statt. Beim Treffen dieser drei Christen kam in den Mittelpunkt, was eigentlich immer unser Mittelpunkt sein soll, nämlich Jesus Christus. Alle Teilnehmer an diesem informellen Treffen waren sich am Ende einig, dass der Austausch schön und wichtig war, interessante Ideen wurden ausgetauscht, Vorurteile und Resentiments vielleicht ein wenig abgebaut.

Man verblieb so, dass man sich in absehbarer Zeit wieder in der gleichen Runde treffen wird, um den Glaubensdialog weiter zu führen. Einheit der Gläubigen in der Liebe Christi zu finden ist ein zentrales Element für die wichtige Arbeit in Rumänien.

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